06.05.2026
Festivalblog 2026: Mittwoch
Festivalmittwoch: Rückblick auf den Eröffnungsabend und Ausblick auf den zweiten Festivaltag mit bewegenden Dokumentarfilmen, starken Perspektiven und einem besonderen Jubiläum.
Nach der feierlichen Eröffnung des 32. Jüdischen Filmfestivals Berlin Brandenburg starten wir heute, am Mittwoch, dem 6. Mai 2026, in den ersten regulären Festivaltag.
Rückblick: Eröffnung des 32. JFBB
Der Eröffnungsabend im Hans Otto Theater bot einen feierlichen Auftakt mit Grußworten aus Politik und Festivalleitung, spannenden Einblicken in das diesjährige Programm sowie einem Gespräch mit Potsdams Oberbürgermeisterin Noosha Aubel. Ein besonderer Höhepunkt war die Verleihung des Preises zur Förderung des filmischen Nachwuchses durch die Schauspielerin und Regisseurin Maria Schrader. Der Preis ging an die Kamerafrau Maayane Bouhnik.
Eindrücke vom Eröffnungsabend sind in der Slideshow zu sehen.
Programmhighlights am 06. Mai
Im Filmmuseum Potsdam zeigen wir heute um 17:00 Uhr den Dokumentarfilm THE LAST SPY von Katharina Otto-Bernstein (US/DE 2025). Im Alter von 102 Jahren gewährt der ehemalige CIA-Funktionär Peter Sichel einen seltenen Einblick in das Innere der US-Geheimdienste.
Ebenfalls um 17:00 Uhr läuft im Filmkunst 66 in Berlin BOOK OF RUTH von Esty Shushan (IL 2025). In einer ultraorthodoxen Gemeinde ringen Ruth und ihr Mann Shmuel nach dem Tod ihres kleinen Sohnes mit ihrer Trauer. Während Shmuel Halt in einer streng religiösen Ordnung sucht, beginnt Ruth, diese zunehmend zu hinterfragen. Schritt für Schritt löst sie sich von den Erwartungen ihres Umfelds und begibt sich auf die Suche nach eigenen Antworten. Esty Shushan (Regie) und David Stragmeister (Kamera) werden im Anschluss für ein Q&A vor Ort sein.
Um 19:30 Uhr zeigen wir im Moviemento in Berlin A JEWISH PROBLEM von Ron Rothschild (DE 2025), zusammen mit dem Vorfilm SCENES FROM THE DIVIDE. 80 Jahre nachdem seine Großmutter vor den Nazis nach Israel floh, kehrt Rothschild Deutschland den Rücken – und sucht gerade hier nach einem neuen Lebensmittelpunkt. In einer eindringlichen Selbstbefragung setzt er sich mit seiner Herkunft, seiner Familiengeschichte und den politischen Spannungen der Gegenwart auseinander.
Im Filmkunst 66 ist um 20:30 Uhr SUN BAY von Ido Weisman (IL 2025) zu sehen, gemeinsam mit dem Vorfilm FROM A DISTANCE. Der Film begleitet eine kleine Gemeinschaft von Menschen, die am Rand der israelischen Gesellschaft in Wohnwagen lebt. Mit poetischer Bildsprache und großer Nähe porträtiert SUN BAY einen traumatisierten Veteranen, einen Müllmann und eine ältere Frau, die sich bewusst für ein Leben außerhalb gesellschaftlicher Normen entschieden haben.
Panel: 80 Jahre CCC-Film
Ein besonderes Highlight erwartet euch heute außerdem im Filmkunst 66 in Berlin: Ab 16:00 Uhr feiern wir 80 Jahre CCC-Film. 1946 gründete der Holocaust-Überlebende Artur Brauner in den Trümmern Berlins die Produktionsfirma Central Cinema Company (CCC), die bis heute besteht. Anlässlich dieses Jubiläums zeigen wir in Kooperation mit der Deutschen Kinemathek zwei neu restaurierte und digitalisierte Filme, die vom Filmhistoriker Johannes Praetorius-Rhein eingeführt werden.
Wir wünschen einen inspirierenden zweiten Festivaltag und freuen uns auf weitere spannende Begegnungen und Gespräche!
Karten für alle Vorstellungen kosten 10 EUR (ermäßigt 8 EUR) und sind online unter jfbb.infosowie direkt in den Kinos erhältlich.
Eine Übersicht über unser Programm findet ihr hier.