08.05.2026
Festivalblog 2026: Freitag
Festivalfreitag: Rückblick auf den Donnerstag mit voll besetzten Kinosälen und spanneden Filmgesprächen, Programmhighlights am Freitag, dem 8. Mai.
Auch am heutigen Festivaltag erwartet euch ein vielseitiges Programm, spannende Panels mit internationalen Gästen, Filmgesprächen und Perspektiven auf Geschichte, Erinnerung und Identität. Heute Abend findet zudem die Preisverleihung des 32. Jüdischen Filmfestivals Berlin Brandenburg statt.
Rückblick auf den Festivaldonnerstag
Das JFBB war gestern – neben den Festivalspielstätten in Berlin und Potsdam – zu Gast in diversen Satellitenspielstätten des Festivals in Berlin und Städten des Landes Brandenburg, u.a. im Dokumentationszentrum Flucht, Vertreibung, Versöhnung mit der Vorführung von NUR DER WALD IST GEBLIEBEN. Im anschließenden Gespräch diskutierten Regisseur Tobias Hochstöger, Produzent Hans Seebacher und Dr. Christian Dirks über den Film und seine Hintergründe. Im Kino Krokodil sprach Gideon Bolotowsky, Ehrenvorsitzender der Jüdischen Gemeinde Helsinki, gemeinsam mit Programmdirektor Bernd Buder über David – Stories of Honour and Shame.
Den Abschluss des Tages bildete die Vorführung von THE SEA im ausverkauften Moviemento mit anschließendem Q&A mit Regisseur Shai Carmeli-Pollak.
Programmhighlights am 08. Mai
Im Filmkunst 66 in Berlin laden wir heute gemeinsam mit der Claims Conference zur Matinée Holocaust Education in Zeiten wachsenden Antisemitismus ein. Nach der Vorführung von SON OF SAUL um 10:30 Uhr diskutieren Expert:innen ab 12:45 Uhr über die Rolle des Films in der Holocaust Education und darüber, wie Erinnerungskultur angesichts zunehmenden Antisemitismus vermittelt werden kann.
Um 15:00 Uhr zeigen wir im Filmkunst 66 ORPHAN von László Nemes (HU/UK/DE/FR 2025). Das Coming-of-Age-Drama erzählt von einem Jungen, der glaubt, der Sohn eines im Krieg verschollenen jüdischen Vaters zu sein – bis ein fremder Mann plötzlich Anspruch auf die Vaterschaft erhebt. Ein Film über Erinnerung, Wahrheit und Identität.
Mit ON THIN ICE von Udi Kalinsky und Irit Hod (IL 2026) läuft um 18:00 Uhr im Kino Krokodil Berlin eine eindringliche Langzeitbeobachtung über Zugehörigkeit und Loyalität innerhalb der drusischen Community in Israel. Im Mittelpunkt steht eine junge Eishockeyspielerin, die zwischen persönlichen Träumen und familiären Erwartungen steht. Im Anschluss findet ein Q&A mit Bissan Tibi, Regisseurin von SILA, statt.
Gleich zweimal ist heute THE SOUNDMAN von Frank Van Passel (BE 2025) zu sehen: um 19:15 Uhr im Thalia Programmkino Potsdam sowie um 20:15 Uhr im Bundesplatz-Kino Berlin. Der Film begleitet einen jungen Sounddesigner im Belgien des Jahres 1940, dessen Arbeit beim Radio und seine Beziehung zu einer jüdischen Frau durch die deutsche Besatzung zunehmend bedroht werden.
Für Fans des Genrekinos empfehlen wir um 21:30 Uhr im Moviemento Berlin ATTACHMENT von Gabriel Bier Gislason (DK 2022). Zwischen orthodoxer Mystik und Geisterhorror entfaltet sich eine düstere Geschichte über Liebe, familiäre Geheimnisse und schwarze jüdische Magie.
Wir wünschen einen spannenden Festivaltag und freuen uns auf weitere inspirierende Gespräche und gemeinsame Kinoerlebnisse!
Karten für alle Vorstellungen kosten 10 EUR (ermäßigt 8 EUR) und sind online unter jfbb.info sowie direkt in den Kinos erhältlich.
Eine Übersicht über das gesamte Festivalprogramm findet ihr hier.