Sektion Nordic Jewish Focus

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  • Gabriel Bier Gislason
  • DK
  • 2022
  • 105

Ungewöhnlicher Genremix aus orthodoxer Mystik und Geisterhorror: Als die dänische Schauspielerin Maja ihre neue Partner Leah in deren Londoner Elternhaus begleitet, wird es schnell unheimlich. Leah hat seltsame Anfälle, ihre Mutter praktiziert mysteriöse Rituale, nachts hört man Schritte und Maja muss sich mit schwarzer jüdischer Magie vertraut machen.

Als Maja und Leah sich in Dänemark begegnen, ist es Liebe auf den ersten Blick. Nach ein paar unbeschwerten Tagen bricht Leah sich in einem seltsamen Anfall ein Bein. Maja begleitet sie zurück nach London zu ihrer Mutter. Doch die orthodoxe Chana verhält sich feindselig, sorgt überfürsorglich für Leah und tut alles, um Maja zur Abreise zu bewegen. Was erst nach den üblichen Schwierigkeiten mit übergriffigen Eltern aussieht, stellt sich schnell als dunklere Angelegenheit heraus. Je mehr die nichtreligiöse Maja über orthodoxe Mystik und Dämonen erfährt, desto klarer wird ihr, dass Leah und sie in Gefahr sind – doch woher kommt die Bedrohung und was steckt dahinter? Der Film verwebt orthodoxe Rituale und einen klassischen Geisterhorror-Plot mit falschen Fährten, wechselnden Verdächtigungen und einigen Überraschungen. Sofie Gråbøl, bekannt als „Kommissarin Lund“, spielt virtuos und feinsinnig die unberechenbare Chana und sorgt für subtile Gruselmomente, der genretypische Einsatz von Musik und Sound steigert langsam die bedrohliche Atmosphäre.

Text: Susanne Stern


Weitere Vorführung:

Am 07.05. um 18:00 in der KULTURMANUFAKTUR GERSTENBERG Frankfurt (Oder)
Ziegelstraße 28A | 15230 Frankfurt (Oder) | Organisation: Europa-Universität Viadrina


Credits

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JFBB Sektion Nordic Jewish Focus

  • Regisseur Gabriel Bier Gislason

Land/Länder DK

Jahr 2022

Dauer 105