07.05.2026
Festivalblog 2026: Donnerstag
Festivaldonnerstag: Rückblick auf den ersten regulären Festivaltag und Programmhighlights am Donnerstag, dem 07. Mai.
Der dritte Festivaltag des 32. Jüdischen Filmfestivals Berlin Brandenburg widmet sich heute eindringlichen dokumentarischen und fiktionalen Erzählungen aus Israel und Palästina. Mehrere Filmschaffende sind persönlich vor Ort und laden im Anschluss an die Vorstellungen zum Gespräch ein.
Rückblick auf den zweiten Festivaltag
Der gestrige Festivaltag brachte zahlreiche besondere Begegnungen und intensive Gespräche mit sich: Im Rahmen des Bildungsprogramms sprach Maria Schrader mit Schüler:innen der Klassenstufe 9 über über AIMÉE & JAGUAR. Außerdem feierten wir gemeinsam mit der Deutschen Kinemathek das Jubiläum „80 Jahre CCC-Film“ mit zwei restaurierten Filmen der von Artur Brauner gegründeten Produktionsfirma. Beim Branchentreffen JFBB pro in den Nordischen Botschaften kamen Filmschaffende und Branchenvertreter:innen zusammen, während im Anschluss an zahlreiche Screenings erste spannende Filmgespräche mit Gästen aus verschiedenen Sektionen stattfanden.
Eindrücke vom gestrigen Festivaltag findet ihr in der Slideshow – von Filmgesprächen und besonderen Gästen bis hin zum Branchentreffen und der Jubiläumsveranstaltung „80 Jahre CCC-Film“.
Programmhighlights am 07. Mai
Im Filmkunst 66 in Berlin zeigen wir heute um 16:00 Uhr OUT OF ORDER von Rani Saar (IL 2025). Nachdem Noga Friedman am 7. Oktober ihren Partner und Vater ihrer drei Kinder verlor, beginnt sie, ihren Alltag mit der Kamera festzuhalten. Entstanden ist ein schonungslos ehrliches filmisches Tagebuch über Verlust, Trauer und das Weiterleben. Regisseur Rani Saar wird im Anschluss für ein Q&A vor Ort sein.
Ebenfalls im Filmkunst 66 läuft um 17:00 Uhr SOME NOTES ON THE CURRENT SITUATION von Eran Kolirin (IL 2025). In sechs lose verbundenen Episoden zeichnet Kolirin ein ebenso absurdes wie beklemmendes Bild des Lebens in Israel nach dem 7. Oktober – zwischen Satire, gesellschaftlicher Beobachtung und surrealen Momenten. Auch Eran Kolirin wird nach der Vorstellung zum Gespräch eingeladen sein.
Um 19:30 Uhr präsentieren wir im Thalia Programmkino Potsdam den DokumentarfilmKNOW HOPE von Omer Shamir (US/IL 2025). Im Zentrum steht der Street-Art-Künstler Know Hope, dessen poetische Interventionen im öffentlichen Raum Fragen nach Trauma, Erinnerung und Widerstand verhandeln. Der Film begleitet einen künstlerischen Blick auf eine zunehmend fragmentierte Realität in Israel und Palästina.
Zeitgleich läuft im Moviemento in Berlin das Kurzfilmprogramm NORDIC JEWISH SHORTS. Vier Kurzfilme aus Schweden und Dänemark widmen sich auf ganz unterschiedliche Weise jüdischen Lebensrealitäten und familiären Beziehungen. Im Anschluss sind die Regisseurinnen Uta Arning (MISCHMASCH, DOCKAN GLICK) und Mathilde Kirstein (PARENTS) zum Q&A zu Gast.
Um 20:00 Uhr zeigen wir im Moviemento außerdem THE SEA von Shai Carmeli-Pollak (IL 2025). Der Film erzählt von einem zwölfjährigen palästinensischen Jungen, der nach einem Zwischenfall an einem Checkpoint allein durch Israel reist – auf der Suche nach dem Meer. Mit großer Sensibilität verbindet der mehrfach ausgezeichnete Film persönliche Erfahrung und politische Realität. Regisseur Shai Carmeli-Pollak wird im Anschluss an die Vorführung für ein Gespräch vor Ort sein.
Das JFBB in der Region
Neben den Neben den Spielstätten in Berlin und Potsdam ist das JFBB heute außerdem in Eberswalde, Frankfurt (Oder), Oranienburg und Senftenberg zu Gast – unter anderem im Bürgerbildungszentrum Amadeu Antonio, in der Kulturmanufaktur Gerstenberg in Kooperation mit der Europa-Universität Viadrina, im Dokumentationszentrum Flucht, Vertreibung, Versöhnung, im Jüdischen Gemeindehaus Oberhavel sowie in der Neuen Bühne Senftenberg. Schaut gerne auf den Websites der jeweiligen Spielstätten vorbei und entdeckt weitere Informationen zu den Veranstaltungen vor Ort.
Wir wünschen einen inspirierenden dritten Festivaltag und freuen uns auf spannende Begegnungen, Gespräche und gemeinsame Kinoerlebnisse!
Karten für alle Vorstellungen kosten 10 EUR (ermäßigt 8 EUR) und sind online unter jfbb.info sowie direkt in den Kinos erhältlich.
Eine Übersicht über das gesamte Festivalprogramm findet ihr hier.