In Know Hope tritt Regisseur Omer Shamir in einen vielschichtigen filmischen Dialog mit dem Künstler, dessen Arbeit sich seit Jahren im Spannungsfeldn den Spannungsfeldern des zunehmend beschädigten Lebens in Israel und Palästina entwickelte.
Der Film beobachtet seine scheinbar schlichten Gesten im öffentlichen Raum – etwa eine gemalte Linie an einer Mauer mit Blick auf die Altstadt von Jerusalem, auf der einen Seite beschrieben mit „THE STORIES WE TELL“, auf der anderen mit „THE STORIES THEY TELL“. Solche leisen, politisch aufgeladenen Zeichen verwandeln umkämpfte Orte in Räume gemeinsamer Reflexion und zivilen Widerstands.
Zwischen Häuserwänden, offener Hügellandschaft und intimen Nahaufnahmen zeigt der Film darüber hinaus, wie eine chronische Krankheit den Körper des Künstlers untrennbar mit den kollektiven Wunden der Landschaft verknüpft.
Shamirs Bildsprache folgt der Haltung des Künstlers: Präsent, zugewandt und voll Sorge für die Welt. So entsteht ein Film, der von empathischem Widerstand zeugt und auch in der Spaltung auf zwischenmenschlicher Verbundenheit beharrt. Ausgezeichnet mit dem Preis für den besten Film beim Docaviv-Festival.
Text: Naomi Levari
Weitere Vorführung:
8.05. 19:30 JÜDISCHES THEATERSCHIFF MS GOLDBERG