AIMÉE & JAGUAR erzählt die Liebesgeschichte zweier Frauen, deren Leben unterschiedlicher nicht sein könnte. Lilly lebt mit ihren Kindern und einer Haushälterin ein eher tristes Leben in einer schönen Berliner Altbauwohnung, während ihr ungeliebter Ehemann an der Front kämpft. Um ihr Leben aufzupeppen, amüsiert sie sich mit hochrangigen Nazis. Die geistreiche und charmante Felice arbeitet unter falschem Namen für eine Zeitung, verschafft Verfolgten Papiere zur Flucht und genießt ihr Leben in vollen Zügen. Dazu gehören auch Affären mit Frauen. Als sie Lilly eines Tages im Theater begegnet, macht sie sich zunächst einen Spaß daraus, diese zu verführen. Doch aus der Affäre wird eine tiefe Liebe. Schließlich trennt sich Lilly von ihrem Ehemann, die Frauen ziehen zusammen und Felice offenbart Lilly sogar ihr wahre Identität. Um ihre Geheimnisse zu bewahren, nennen sie sich fortan in ihren Liebesbriefen Aimée und Jaguar. Während andere vor der NS-Diktatur fliehen, entscheidet sich Felice für ihre große Liebe und bleibt in Berlin. Doch Felice wird entdeckt und nach Theresienstadt deportiert.
Erica Fischer schuf 1994 mit ihrem Roman AIMÉE & JAGUAR, in dem sie die Lebenserinnerungen von Lilly Wust verarbeitete, ein wichtiges Zeitzeugnis queerer (Überlebens-)Geschichte aus der Zeit der NS-Diktatur.
Das preisgekrönte Kinodebüt von Max Färberböck (u.a. Deutscher Filmpreis, Silberner Bär für die Darstellerinnen, Golden Globe-Nominierung) ist Teil des JFBB-Bildungsprogramms für Schulklassen. Schauspielerin, Drehbuchautorin und Regisseurin Maria Schrader – die Darstellerin von Felice Schragenheim – ist das Gesicht des 32. JFBB.
AIMÉE & JAGUAR läuft nur im Bildungsprogramm für Schulklassen.