GERSHON-KLEIN-SPIELFILMJURY 2022

Esther Amrami
Regisseurin und Schauspielerin, geboren und aufgewachsen in Kfar Saba, Israel, studierte Film- und Fernsehregie an der HFF Konrad Wolf. Ihr Abschlussfilm "Anderswo" gewann u.a. den Preis Perspektive Deutsches Kino bei der Berlinale. Im Anschluss zahlreiche Regiearbeiten für das Fernsehen, zuletzt für die mit dem Grimme-Preis ausgezeichnete Serie "WIR".


Peter Kahane
Autor und Regisseur, geboren 1949 in Prag, stammt aus einer säkularen jüdischen Familie. Er verbrachte seine Kindheit in Ostberlin, Neu-Delhi und in einem Kinderheim in Brandenburg. Nach einer Zeit als Regieassistent studierte er an der Filmhochschule Babelsberg. Seine Spielfilme "ETE UND ALI" und "VORSPIEL" spiegeln realitätsnah die Lebenswirklichkeit der DDR-Jugend. Sein letzter DDR-Film "DIE ARCHITEKTEN" beschreibt authentisch das bedrückende Lebensgefühl in einem untergehenden Land. Nach 1989 schrieb er zahlreiche Drehbücher, führte auch Regie. Für das Kino entstanden u. a. "BIS ZUM HORIZONT UND WEITER", "TAMARA", "MEINE SCHÖNE NACHBARIN", "DIE ROTE ZORA" und "ALS WIR DIE ZUKUNFT WAREN".


Alissa Simon
Sie leitet derzeit das Programm des Palm Springs International Film Festival, ist eine langjährige Filmkuratorin und berät mit ihrer Firma Cinequanon in Programmfragen. Für ihre innovative Arbeit am "Film Center of the School of the Art Institute“ wurde sie 1999 zum "Chicagoer des Jahres" ernannt. Sie war Mitglied in den Jurys internationaler Filmfestivals in Karlovy Vary, Belgrad, Amsterdam, San Francisco, Sarajevo, Turin, Montreal, Vancouver und Pusan sowie in den Jurys der Filmkritikerinnen in Cannes, Venedig und Toronto. Sie ist Mitglied von FIPRESCI und schreibt für die amerikanische Fachzeitschrift Variety über Filme, Filmemacherinnen und Filmfestivals.


GERSHON-KLEIN-DOKUMENTARFILMJURY 2022

Nugit Altschuler
Nugit ist künstlerische Leiterin der Haifa Cinematheque, Mitglied des Repertoireausschusses des Internationalen Filmfestival Haifa und Leiterin der israelischen Filmwettbewerbe des HIFF. Sie ist außerdem Dozentin für Medien und Kino an der Universität Haifa und dem Gordon Academic College of Haifa und leitet Bildungsseminare zum Thema Kino.
Nugit schloss ihr Studium am Technion Haifa mit einem Bachelor in Architektur und Stadtplanung ab und promovierte an der Universität Haifa. Ihr Buch "Carnival and Vice Versa - On Yiddish and Israeli Popular Cinema" wurde 2020 veröffentlicht.


Max Czollek
ist Autor und lebt in Berlin. Er ist Teil des Lyrikkollektivs G13, Mitherausgeber des Magazins “Jalta – Positionen zur jüdischen Gegenwart“, Kurator des Projektes “Coalition for a Pluralistic Public Discourse“ (CPPD) sowie der Ausstellung „Rache – Geschichte und Fantasie“ im Jüdischen Museum Frankfurt am Main 2022. Mit Sasha Marianna Salzmann initiierte er den Desintegrationskongress 2016 und die Radikalen Jüdischen Kulturtage 2017 am Maxim Gorki Theater Berlin, Studio Я sowie 2020 die Tage der Jüdisch-Muslimischen Leitkultur im gesamten deutschsprachigen Raum. Zuletzt erschienen u.a. “Grenzwerte“ (2019, Verlagshaus Berlin) und “Gegenwartsbewältigung“ (2020, Carl Hanser Verlag).


Yael Reuveny
machte 2005 ihren Abschluss an der Sam Spiegel Film School in Jerusalem. Seitdem arbeitet sie zwischen Israel und Deutschland. Zu ihren Filmen gehören "TALES OF THE DEFEATED" (2009), Gewinner des Jerusalem Film Festivals, und "FAREWELL, HERR SCHWARZ" (2013), der in DokLeipzig und auf dem Haifa Film Festival ausgezeichnet wurde. Ihr neuester Film "PROMISED LANDS" (2021) wurde mit dem Dokumentarfilmpreis des Jüdischen Filmfestivals Berlin ausgezeichnet und war für den Preis der deutschen Filmkritik nominiert. Parallel zu ihrer Arbeit als Dokumentarfilmerin ist Yael auch Schöpferin von Museums-Videoinstallationen, darunter "TUNICATA" (2017, Martin Gropius Bau Berlin) und "MESUBIN" (2020) für die Kernausstellung im Jüdischen Museum Berlin.