Die Jurys der 30. Festivalausgabe


Wettbewerb Spielfilm

Marcia Jarmel Filmemacherin | US

Marcia Jarmel ist eine preisgekrönte Filmemacherin und Direktorin des Filmmaker Service am Jewish Film Institute, wo sie die renommierten Programme "Filmmaker Residency" und "Completion Grants" des Instituts leitet. Sie ist Mitbegründerin von PatchWorks Films mit ihrem Ehemann und Mitarbeiter Ken Schneider im Jahr 1994, wo sie seit über zwei Jahrzehnten als Produzentin, Regisseurin und Managerin tätig ist. Gemeinsam haben sie fünf Dokumentarspielfilme und viele Kurzfilme produziert, darunter Los Hermanos/The Brothers (PBS/Arte-Film), der von der International Documentary Association für den besten Musikdokumentarfilm nominiert und beim Woodstock Film Festival als bester Dokumentarfilm ausgezeichnet wurde. Marcias Arbeit wurde vom Independent Television Service (ITVS) des öffentlichen Rundfunks Service (ITVS), Latino Public Broadcasting (LPB) und dem Center for Asian American Media (CAAM), dem National Endowment for the Arts und vielen anderen gefördert. Sie hat an der NYU und der Chapman University unterrichtet und wurde von Working Films, dem Fledgling Fund, SFFilm, der Kopkind Colony und dem BAVC's Media Maker mit Stipendien ausgezeichnet. Sie wae Jurorin für die Emmys, den BAVC MediaMaker und viele Filmfestivals. Informationen über ihre Arbeit finden Sie unter patchworksfilms.net.

Garry Fischmann Schauspieler | DE

Garry Fischmann, geboren als Kind von Kontingentflüchtlingen aus der ehemaligen Sowjetunion, fand seine neue Heimat in Deutschland. Aufgewachsen im Berliner Bezirk Charlottenburg, verbrachte er seine Sommerferien regelmäßig im Machane. Bereits in seiner Teenagerzeit trat er in einer festen Rolle in der Jugendserie "Schloß Einstein" auf. Nach seinem Abitur an einer jüdischen Oberschule erlangte er größere Bekanntheit durch seine Rolle in „Allein unter Nachbarn“. Seine schauspielerische Ausbildung absolvierte er an der renommierten Hochschule für Musik und Theater in Rostock. Unmittelbar nach seinem Abschluss widmete er sich weiteren Film- und Fernsehprojekten sowie Bühnenauftritten. Von 2016 bis 2018 war er festes Ensemblemitglied des Theaters Münster. Einem breiteren Publikum wurde er jedoch hauptsächlich als Kriminalkommissar Max Nordmann bekannt, eine Rolle, die er drei Jahre lang in der Serie „SOKO Hamburg“ verkörperte. Zuletzt beeindruckte er an der Seite von Jella Haase in der Netflix-Serie „Kleo“. Demnächst wird er im Hamburger „Tatort: Die kälteste Maschine“ und in der UFA-Produktion „Der Polizeiseelsorger (AT)“ zu sehen sein, wo er die Hauptrolle des liberalen Rabbiners Samuel Rivkin übernimmt. Neben seiner Schauspielkarriere tritt Fischmann auch als Stand-Up-Comedian auf zahlreichen Berliner Bühnen auf.

Albert Wiederspiel Filmwissenschaftler | PL

Als Folge von antisemitischen Ausschreitungen während der März-Unruhen 1968 in Polen musste die Familie 1969 nach Dänemark auswandern. Wiederspiel wuchs in Kopenhagen auf und studierte Filmwissenschaft in Paris. Nach dem Studium begann er 1985 als Trainee bei 20th Century Fox Intl., von wo er als PR- und schließlich Marketingleiter zu 20th Century Fox of Germany wechselte und bis 1995 tätig war. Von 1996 bis 2000 war er Marketingleiter und schließlich General Manager – Theatrical bei PolyGram Film Entertainment und Universal Pictures Germany. Wiederspiel ist Mitglied in der European Film Academy und wurde 2013 zum Chevalier de l’ordre des Arts et des Lettres (Ritter im Orden für Kunst und Literatur) ernannt. Er war bis 2023 Leiter des Filmfestes Hamburg.


Jury Wettbewerb Dokumentarfilm

Yuriy Gurzhy Musiker/DJ/Komponist/Autor | UA

Yuriy Gurzhy ist Musiker, DJ, Komponist und Autor. Er wurde 1975 in Kharkiv geboren und lebt seit 1995 in Berlin. Dort gründete er die
Partyreihe Russendisko (1999-2014) zusammen mit dem Schriftsteller Wladimir Kaminer. Mit der Band RotFront produzierte er die
musikalische Analogie zu einem Molotow-Cocktail aus Garagenrock, Reggae, Ska, Hiphop und osteuropäischer Volksmusik. Er schreibt Film- und Theatermusik. Im Januar 2022 erschien sein Buch „Richard Wagner und die Klezmerband“, in dem er sich auf die Suche nach dem neuen jüdischen Sound in Deutschland begab. Seit Februar 2022 führt Yuriy Gurzhy im Tagesspiegel ein regelmäßiges Kriegstagebuch über den russischen Angriffskrieg auf die Ukraine.

Britta Wauer Autorin/Regisseurin/Produzentin | DE

Britta Wauer ist eine Berliner Autorin, Regisseurin und Produzentin einer Reihe von ausgezeichneten Dokumentarfilmen (u.a. „Im Himmel, unter der Erde“, „Rabbi Wolff“, „Die Rapoports“). Mit ihrer Firma Britzka Film produziert die Grimme-Preisträgerin auch Auftragswerke für internationale Ausstellungen, Museen und Stiftungen. Von 2020 bis 2023 war sie Professorin für Zeitbasierte Medien: Filmisches Erzählen an der Hochschule Wismar. Britta Wauer hat Regie an der Deutschen Film- und Fernsehakademie Berlin (DFFB) studiert und zuvor eine Ausbildung an der Berliner Journalisten-Schule absolviert. Sie ist Mitglied der Deutschen Filmakademie.

Dr. Felicia Waldman Professorin/Leiterin Filmfestival Bukarest | RU

Dr. Felicia Waldman ist außerordentliche Professorin und Koordinatorin des Zentrums für hebräische Studien an der Fakultät für Literatur der Universität Bukarest. Zu ihren Fachgebieten gehören die rumänisch-jüdische Geschichte und das jüdische Erbe, die Holocaust-Erziehung, die öffentliche Politik und die Praxis des Gedenkens. Sie hat 5 Bücher veröffentlicht, 4 Bände herausgegeben und mit herausgegeben, über 50 Artikel verfasst und über 20 Projekte zu diesen Themen koordiniert. In den Jahren 2011 und 2014 war sie Mitglied des Ehrenvorstands des Bukarester Jüdischen Filmfestivals und 2017 Direktorin des BJFF. Seit 2018 ist sie die wissenschaftliche Leiterin des BJFF. Sie war auch wissenschaftliche Beraterin für mehrere Filme (Jewish Cemeteries of Bukovina and Moldova, Dokumentarfilm, produziert von der Art Promo Foundation im Rahmen eines von der Abteilung für interethnische Beziehungen der rumänischen Regierung geförderten Projekts, 2016; Jewish Writers in World War I, Dokumentarfilm, produziert von Mihai Visinescu im Rahmen eines Projekts zur Hundertjahrfeier der Wiedervereinigung Rumäniens, 2018; Jüdische Helden im Ersten Weltkrieg, Dokumentarfilm, produziert von Mihai Visinescu im Rahmen eines Projekts zum hundertjährigen Jubiläum der Wiedervereinigung Rumäniens, 2018; Jüdische Spuren in Rumänien, Dokumentarfilm, produziert von der Art Promo Foundation im Rahmen eines von der Abteilung für interethnische Beziehungen der rumänischen Regierung geförderten Projekts, 2019).