Filmbildungsangebot für Schüler*innen&Lehrkräfte

Jewcy Movies – vom 18. bis 23. Juni bietet das Jüdische Filmfestival ein internationales Filmprogramm – in Berlin, Potsdam und in weiteren Städten im Land Brandenburg. Die Filme zeigen die diverse, lebendige jüdische Kulturszene und geben einen außergewöhnlichen Einblick in jüdisches Leben auf der ganzen Welt.

Wir laden insbesondere Schulklassen ab Klassenstufe 9 sowie außerschulische Jugendgruppen ein, das Jüdische Filmfestival Berlin und Brandenburg zu besuchen!

Wir bieten einen Workshop für Schulklassen in Brandenburg an, der bei Ihnen in der Schule stattfindet, außerdem können Schulklassen während der Festivalwoche ausgewählte Filme zu günstigen Konditionen sehen, inklusive Gespräch mit der/dem anwesenden Filmschaffenden. Lehrkräfte können am Teachers Day teilnehmen.

Informationen dazu gibt es jederzeit bei Charlotte Kühn: c.kuehn@jfbb.info

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UNSERE ANGEBOTE:

Filme für Schulklassen:

Filmvorführung inklusive anschließendem Q&A mit der/dem Filmschaffenden.
Konditionen: 4 Euro/Schüler:in, Lehrkräfte kommen gratis mit.

Kino im MedienCampus in Potsdam-Babelsberg

Mittwoch 19.6. – 9:00 Film: 999 - THE FORGOTTEN GIRLS
Donnerstag 20.6. – 9:00 Film: GENERATION 1.5 und 12:00 999 - THE FORGOTTEN GILRS

Filmkunst 66 in Berlin-Wilmersdorf
Mittwoch 19.6. und Freitag 21.6. – jeweils um 11:00 Film: 999 - THE FORGOTTEN GIRLS
Donnerstag 20.6. – 11:00 Film: GENERATION 1.5

Reguläres Filmprogramm:
Für Schulklassen bieten wir auch bei einem Besuch des regulären Programms Gruppenermäßigungen an. Gerne berate ich Sie bzgl. der Filmauswahl. Bitte melden Sie sich für Tickets und/oder Beratung bei Charlotte Kühn (c.kehn@jfbb.info)


Filmbeschreibungen

999 – THE FORGOTTEN GIRLS
Doku Zeitzeuginnen-Berichte
USA 2023, R. Heather Dune Macadam, 90 Min

1942 wurden die ersten Frauen – 999 Jüdinnen aus der Slowakei – nach Auschwitz deportiert. Mit einer Mischung aus in der Lagerhaft entstandenen Zeichnungen, Spielfilmszenen, Fotos, Archivaufnahmen und Zeitzeuginnen-Interviews, wird dieser Dokumentarfilm zu einer Chronik des Massenmordens in Auschwitz – erzählt aus weiblicher Perspektive. Basierend auf ihrem Buch „999 – The Extraordinary Young Women of the First Official Jewish Transport to Auschwitz“ erzählt Autorin und Regisseurin Heather Dune Macadam die bisher wenig bekannten Geschichten von Edith Grossmann und anderer Frauen in Auschwitz. Dabei finden sich neben den Schilderungen der menschenunwürdigen und tödlichen Lebensbedingungen auch Momente der Solidarität und Revolte, in denen die Frauen Sabotageakte begingen, sich gegenseitig halfen, retteten und versuchten, die Hoffnung auf Rettung zu bewahren. Website zum Film.

GENERATION 1.5
Doku Einwanderungsland Israel
Israel 2023, R. Roman Shumunov, 80 Min

Generation 1.5 stellt die Kinder der postsowjetischen Immigration der frühen 1990er Jahre nach Israel in den Mittelpunkt. Die heute 30-40-Jährigen erzählen, wie sie als Kinder und Jugendliche den Neuanfang im fremden Israel erlebten. Sie berichten von den Problemen ihrer Eltern, die Karriere, Familie und Sprache zurückließen, um ihren Kindern ein besseres Leben abseits von antisemitischer Anfeindung zu ermöglichen; wie sich ihr Stigma "Jude" in der UdSSR zum Stigma "Russe" in Israel verwandelte und wie sie bis heute für Akzeptanz in der israelischen Gesellschaft kämpfen. Die Dokumentation zeigt entlang dieser ganz persönlichen Erzählungen sowohl Erfolgs- als auch Verlustgeschichten von Migration und bietet dabei tiefe Einblicke in die extreme Diversität der heutigen israelischen Gesellschaft.
Regisseur Roman Shumunov tritt selbst als Teil dieser Generation 1.5 auf.


Angebot für Lehrkräfte:

FORTBILDUNG "Teachers Day"

In Kooperation mit den SchulKinoWochen Berlin/ VISION KINO

Am Do, 20. Juni 24, 9:00-17:30 in Berlin-Mitte (Nähere Informationen erhalten Sie bei der Anmeldung) und im Kino Krokodil.
Filmbesuch: GENERATION 1.5, mit Referentinnen vom JFBB und den SchulKinoWochen Berlin.
Anmeldung/Informationen bei Charlotte Kühn e Mail an Charlotte Kühn
oder:
Anmeldung zur Anerkennung für Berliner Lehrkräfte
Anmeldung zur Anerkennung für Brandenburger Lehrkräfte

Das Jüdische Filmfestival Berlin Brandenburg bietet seit 30 Jahren ein Filmprogramm, welches Einblicke in jüdisches Leben auf der ganzen Welt bietet. Aber wie können diese Filme – wie können jüdisches Leben und jüdische Perspektiven und die damit einhergehende antisemitismuskritische praktische Filmarbeit Teil des Schulalltags und des Unterrichts werden?
Mit dem Teachers Day bieten das JFBB und die SchulKinoWochen Berlin Lehrkräften eine interaktive und praxisorientierte Fortbildung zum Einsatz von (Jüdischen) Filmen im Unterricht. Durch Impulsvorträge, die Analyse von Filmausschnitten und Austauschgespräche mit Expert:innen schulen die Teilnehmenden ihre eigenen Medienerfahrungen und schärfen ihren eigenen Blick auf Judentum und Antisemitismus. Gemeinsam werden Methoden erarbeitet, um antisemitismuskritische Lehre in die Filmarbeit im Unterricht implementieren zu können. Ein gemeinsamer Kinobesuch des Wettbewerbsfilms GENERATION 1.5 ist Teil der Fortbildung.

Weitere Informationen zu VISION KINO und den SchulKinoWochen Berlin finden Sie unten.


Angebot für Schulen

Workshop

zum Kurzfilm MASEL TOV COCKTAIL
mit Anna Antonova und/oder Charlotte Kühn
Zurzeit nur für Brandenburger Schulen

Der Kurzfilm MASEL TOV COCKTAIL (Arkadij Khaet/Mickey Paatzsch, 2020) erzählt aus der Perspektive des 16-Jährigen Dima, mit welchen Vorurteilen, Themen und Problemen Jüdinnen und Juden in Deutschland in ihrem Alltag konfrontiert sind. Im Workshop thematisieren und besprechen wir verschiedenen Formen von Antisemitismus, die im Film anhand der einzelnen Figuren dargestellt werden. Wir beantworten Fragen und erklären Begriffe und Kontexte.
Der Workshop eignet sich für Schüler:innen ab der Klassenstufe 8/9 (max. 30 Personen).

Wann: ab Mitte Mai (nach Absprache)
Wo: An ihrer Schule
Zeitrahmen: 3,5 Std
Kosten: Kostenlos

Workshopfilm:
MASEL TOV COCKTAIL
Kurzfilm Judentum und Antisemitismus in Deutschland
Deutschland 2020, R. Arkadij Khaet und Mickey Paatzsch, 30 Min

Dima ist 16, Schüler am Gymnasium und Sohn russischer Einwanderer. Und er ist Jude. Das wäre nicht der Rede wert, wenn nicht alle ständig darüber reden würden. Sein Klassenkamerad Tobi macht Witze darüber, seine Lehrerin will ihn für den Geschichtsunterricht einspannen, die AfD vor dem „importierten arabischen Antisemitismus“ retten… alle haben eine Meinung zu Dima. Oder nein, eine Meinung zum Juden. Und Dima…? Will mit all dem eigentlich nichts zu tun haben.


Unsere Kooperationspartner:


Alexander Haus Groß Glienicke
Der Alexander-Haus e.V. wurde 2013 von Ortsanwohner*innen von Groß Glienicke und Mitgliedern der Familie Alexander gegründet. Ziel ist es, das Alexander-Haus zu einem Ort für Bildung und Versöhnung zu entwickeln. Das ursprüngliche Sommerhaus wurde im Jahr 2019 wiederhergestellt und auch das Grundstück soll weiterentwickelt werden, sodass es für ein vielfältiges wie reichhaltiges Programm in den Bereichen Bildung und Versöhnung nutzbar gemacht werden kann. Zu diesem Zweck arbeitet der Verein mit vielen Menschen vor Ort, Verbänden, deutschen und internationalen Partnern zusammen, unterstützt von kommunalen, Landes- und Bundesbehörden sowie internationalen Organisationen und Stiftungen.

Film ist ein wichtiger Teil des Vermächtnisses des Hauses, denn das Filmen war ein Hobby von Dr. Alfred Alexander, der das glückliche Leben der Familie in den 1930er Jahren vor dem Aufstieg der Nazis auf Film festhielt.

Für ein besonderes Bildungsprogramm auf dem Gelände des Vereins rund um das Thema "Jüdisches Leben heute" führen der Alexander-Haus Verein und das JFBB ihre Kooperation aus dem letzten Jahr fort. Ab Mai finden hier Workshops zum Kurzfilm MASEL TOV COCKTAIL statt (siehe oben).

Hier kommen Sie zur Webseite vom Alexander Haus.

Die SchulKinoWochen Berlin sind ein berlinweites Filmbildungsprojekt für Schulklassen aller Klassenstufen und Bildungsbereiche. Jedes Jahr im November sind Kinder und Jugendliche in filmpädagogisch begleiteten Kinovorführungen eingeladen, Filme zu entdecken und hinter die Kulissen des Film- und Kinomachens zu blicken. Gemeinsam mit zahlreichen Kinos und Partnern der Stadt präsentieren die SchulKinoWochen Berlin über zwei Wochen hinweg ein vielseitiges Filmbildungs-Programm: In über 300 filmpädagogisch gerahmten Vormittagsvorstellungen, Filmgesprächen und Workshops tauchen Kinder und Jugendliche in die verschiedensten Filmwelten ein und kommen mit Filmschaffenden und Fachexpert*innen ins Gespräch. Umfassende pädagogische Begleitmaterialien und Fortbildungen unterstützen Lehrkräfte in der Vor- und Nachbereitung des Kinobesuchs.
Die SchulKinoWochen Berlin sind eine Veranstaltung von VISION KINO in Kooperation mit der JugendKulturService gGmbH.

VISION KINO ist eine gemeinnützige Gesellschaft zur Förderung der Film- und Medienkompetenz von Kindern und Jugendlichen. Sie wird unterstützt von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien, der Filmförderungsanstalt, der Stiftung Deutsche Kinemathek sowie der „Kino macht Schule“ GbR, bestehend aus dem Verband der Filmverleiher e.V., dem HDF Kino e.V., der Arbeitsgemeinschaft Kino – Gilde deutscher Filmkunsttheater e.V. und dem Bundesverband kommunale Filmarbeit e.V. Die Schirmherrschaft über VISION KINO hat Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier übernommen.
Ziel und Aufgabe von VISION KINO ist es, als Teil der kulturellen Jugendbildung und im Rahmen einer übergreifenden Medienkompetenz, insbesondere die Filmkompetenz von Kindern und Jugendlichen zu stärken und sie gleichzeitig für den Kulturort und originären Rezeptionsort des Films, das Kino, zu sensibilisieren.

In diesem Jahr kooperiert das JFBB erneut mit Vision Kino/ den SchulKinoWochen Berlin für die Lehrkräftefortbildung "Teachers Day" (siehe oben).

Hier kommen Sie zur Webseite von Vision Kino.
Hier kommen Sie zur Website von den SchulKinoWochen Berlin.